Christin-Marie Stamm übernimmt politische Patenschaft für die iranische Studentin Raheleh Moeini – Menschenrechte enden nicht an Landesgrenzen

Die SPD-Landtagsabgeordnete Christin-Marie Stamm übernimmt die politische Patenschaft für die iranische Studentin Rahelel Moeini.  Bereits im Jahr 2023 engagierte sich die Abgeordnete im Rahmen einer politischen Patenschaft für eine politisch Verfolgte Person aus dem Iran.  Mit der erneuten Patenschaft setzt sie ein klares Zeichen gegen politische Verfolgung und für universelle Menschenrechte. Christin-Marie Stamm hat sich in einem persönlichen Schreiben direkt an den Botschafter der Islamischen Republik Iran gewandt. Darin appelliert die Landtagsabgeordnete, sich für die sofortige Freilassung, die Aufhebung der Ausreisesperre sowie die erforderliche medizinische Versorgung der Inhaftierten einzusetzen.

Raheleh Moeini ist 23 Jahre alt und studiert Biomedizintechnik an der Technischen Universität Amirkabir in Teheran sowie an der Polytechnischen Universität Mailand. 

Im Januar 2026 reiste sie in den Iran, um ihre Familie zu besuchen. 

Am 8. Januar wurde sie während regierungskritischer Proteste im Teheraner Stadtteil Saadatabad nach Berichten von Menschenrechtsorganisationen angeschossen und anschließend von Sicherheitskräften festgenommen.

Wochenlang wusste ihre Familie nicht, wo sie sich befand. Erst im Februar wurde bekannt, dass sie im berüchtigten Qarchak-Gefängnis in Varamin unter schwierigen körperlichen und psychischen Bedingungen festgehalten wird. Im Juni 2026 verurteilte ein Revolutionsgericht sie wegen angeblicher „Propaganda gegen den Staat“ sowie „Versammlung und Konspiration gegen die nationale Sicherheit“ zu insgesamt zwei Jahren und sechs Monaten Haft sowie zu einem anschließenden zweijährigen Ausreiseverbot.

Internationale Menschenrechtsorganisationen machten zudem auf ihre unzureichende medizinische Versorgung nach den Schussverletzungen aufmerksam.

„Wir dürfen nicht wegschauen“

Dazu erklärt Christin-Marie Stamm:

„Die Lage der Menschen im Iran bleibt erschütternd. Noch immer werden Menschen verfolgt, weil sie ihre Stimme für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte erheben. Sie werden inhaftiert, misshandelt oder sogar getötet. Wir dürfen davor nicht die Augen verschließen. Menschenrechte sind universell – sie gelten überall und für jeden Menschen. Erst wenn Menschen weltweit frei leben können, können wir von einer wirklich freien Welt sprechen.“

Besonders die iranische Frauenbewegung stehe weiterhin für den Wunsch nach Selbstbestimmung und Demokratie. Der Ruf „Jin, Jiyan, Azadî“ – „Frau, Leben, Freiheit“sei längst zu einem internationalen Symbol für Freiheit und Menschenwürde geworden.

„Die  Frauen und Männer im Iran kämpfen nicht nur mit vollem Mut für ihre eigene Zukunft. Sie kämpfen für Werte, die uns alle betreffen: Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenwürde. Deshalb dürfen wir ihre Stimmen nicht verstummen lassen“, erklärt Christin-Marie Stamm.

Mit der Patenschaft möchte die SPD-Landtagsabgeordnete den Fall von Raheleh Moeini öffentlich sichtbar machen und politischen Druck für ihre Freilassung aufrechterhalten: „Eine Patenschaft allein befreit keinen Menschen. Aber internationale Aufmerksamkeit schützt, gibt Hoffnung und zeigt den Betroffenen, dass sie nicht vergessen sind. Deshalb unterstütze ich diese Initiative aus voller Überzeugung.“

Die anhaltenden Proteste im Iran zeigen nach wie vor, dass viele Menschen trotz massiver Repression für Freiheit und demokratische Rechte eintreten. Die Entwicklungen im Iran sind deshalb nicht nur eine innenpolitische Angelegenheit des Landes, sondern auch eine Frage der internationalen Verantwortung. Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind universelle Werte, die weltweit verteidigt werden müssen.